Es gibt heutzutage eigentlich nur noch wenige wirklich hässliche Spiele. Manche sind bewusst simpel gehalten (meist im Indie-Bereich), manche zeugen einfach nur von der Unfähigkeit der Entwickler. Aber der Großteil der Produktionen, gerade im Shooter-Bereich, entspringt sehr fähigen Händen.

Die Karte, auf der wir loslegen durften, war verdammt groß – aber laut den Entwicklern noch lange nicht die größte, die man im Angebot hat. Das Ganze ist also für idealerweie volle Server ausgelegt. Meine Map (die vier Eroberungspunkte bot) begann in einem lauschigen Park, der nahtlos in eine riesige U-Bahn-Station führte, welche wiederum in ein beeindruckend mächtiges Geschäftsviertel mündete. Es gibt wieder vier Spielerklassen, die sich leicht von den bekannten Standards unterscheiden: „Assault“ ist eine Mischung aus klassischem Assault und Medic, den es als eigene Klasse nicht mehr gibt. „Recon“ sorgt mit dem Scharfschützengewehr für Sicherheit aus der hinteren Linie, der „Engineer“ kann wie üblich Dinge reparieren.
Ein Spiel muss sich also schon sehr viel Mühe geben bzw. aus besonders talentierten Händen stammen, um heutzutage noch „Wow, sieht das geil aus!“-Reaktionen zu provozieren. So ging’s mir bei der EA-Pressekonferenz, als Battlefield 3 (BF3) in voller Action gezeigt wurde. Und noch mehr ging’s mir so, als ich selbst eine heftige Rush-Partie spielen durfte – denn der auf der PK gezeigte Level verblasste im Vergleich zum spielbaren.
Der „Support“ ist eine sehr nützliche Klasse, denn er trägt ein leichtes Maschinengewehr mit sich herum, das er im liegenden Zustand mit ausklappbaren Standbeinen stabilisieren kann – und damit mächtiges Sperrfeuer austeilt! Einem derart mit Kugelstürmen eingedeckten Gegner wird die Sicht verzerrt, während dem Schützen selbst ein „Suppression Bonus“ zuteil wird.
Mein Panzer, mein Quad, mein Heli
Jede Klasse kann natürlich stark personalisiert werden: Waffe, Extras (wie Granatwerfer oder eine fiese Blendlampe), Zusatzausrüstung – selbst das Dog Tag trägt dieses Mal eigene Züge. Erwischt man einen Gegner mit dem Messer (was für das Opfer fieser aussieht als je zuvor), erhält man nicht nur seine Erkennungsmarke als Trophäe, er bekommt auch die seines Mörders zu sehen – auf der ein paar persönliche Rekorde verzeichnet werden. Noch mehr davon gibt es im „Battlelog“ nachzulesen, was der umfassende Spielehub für BF3 ist – vergleichbar mit dem Autolog-System aus NFS: Hot Pursuit. Hier wird nicht nur Buch über alle Statistiken und Fortschritte geführt, auch dient das Ganze als eine Art Social Network und Mehrspielerzentrale. Und zwar – die Entwickler wurden nicht müde, das zu betonen – im Gegensatz zu CoD: Elite komplett kostenlos.
Text: www.4players.de THX
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